Die Lebensmittelverschwendung zu verringern, ist für Costa eine der größten Herausforderungen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und der Unterstützung der Gemeinden in ihren Anlaufhäfen. Deshalb hat Costa einen Kooperationsvertrag mit der Fondazione Banco Alimentare geschlossen, die Mitglied der Europäischen Föderation der Lebensmittelbanken ist und sich seit vielen Jahren in Italien und auf internationaler Ebene für dieses Thema stark macht. Die italienische Tafel kämpft schon seit langem gegen die Lebensmittelverschwendung und beteiligt sich regelmäßig an Diskussionsrunden zu diesem Thema.

Das Projekt, das von Costa und FBA organisiert wurde, um die Armut und die gesellschaftliche Exklusion zu verringern, wurde zum Teil erst durch das Gesetz Nr. 166/2016 möglich gemacht, das die Lebensmittelverschwendung und den Umgang mit überschüssigen pharmazeutischen Produktenzum Gegenstand hat. Dieses Gesetz, das von der italienischen Abgeordneten Maria Chiara Gadda auf den Weg gebracht und am 14. September 2016 verabschiedet wurde, hat die gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Spenden nicht verkaufter Lebensmittel verändert und dazu beigetragen, dass die Verfahren des Spendens von Lebensmitteln vereinfacht und standardisiert wurden und größere Spendenanreize gegeben werden können. Das hat es leichter gemacht, Lebensmittel unterschiedlichster Art zu spenden, ohne die Vorschriften für die Lebensmittelsicherheit zu verletzen. Vor allem aber hat es bewirkt, dass mehr Lebensmittel genutzt und den Ärmsten im Land zur Verfügung gestellt werden.

Mit dieser Spendeninitiative, die die erste ihrer Art im internationalen Schiffsverkehr ist, erweist sich die Costa wieder einmal als Vorreiterin in ihrer Branche. An der Planung des Pilotprojekts, das an Bord der Costa Diadema ins Leben gerufen wurde, waren viele Interessengruppen beteiligt, wie zum Beispiel das Zollamt von Savona und die Gesundheits- und Sicherheitsbehörde der lokalen Grenzkontrollen. Das Spendenprojekt wird sich vor allem auf „verzehrfertige“ Lebensmittel konzentrieren, d. h., auf Speisen, die zwar vollständig zubereitet, aber nicht serviert wurden. Die fertigen Gerichte werden in spezielle Aluminiumbehälter gefüllt, die sorgfältig etikettiert und in den Kühlräumen des Kreuzfahrtschiffs aufbewahrt werden. Wenn das Schiff am nächsten Tag im Hafen von Savona vor Anker geht, werden sie abgeladen und freiwilligen Helfern der Banco Alimentare übergeben, die sie in die Fondazione L'Ancora in der nahe gelegene Stadt Varazze bringen. Diese Stiftung betreibt ein Heim, in dem 20 Kinder untergebracht sind, und teilt an mehr als 280 bedürftige Menschen, darunter auch Flüchtlinge, Mahlzeiten aus.

Dieses Gemeinschaftsprojekt soll in Zukunft auch auf andere Mittelmeerhäfen ausgeweitet werden.

An der Auftaktveranstaltung am 22. Juli in Savona nahm die italienische Parlamentsabgeordnete Maria Chiara Gadda teil, die das Spendengesetz Nr. 166/2016 verfasst und auf den Weg gebracht hat. Auch der stellvertretende Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten, Senator Andrea Olivero, war bei dieser Veranstaltung anwesend.
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