Nicht nur Schwimmsport: In den letzten Jahren wurde eine ganze Reihe von sportlichen Disziplinen entwickelt, die man im Wasser praktiziert. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei: Es gibt zum Beispiel Woga (Wasseryoga), Biribol (eine Art Volleyball) oder Aqua-Kickboxen. Wasser eignet sich ideal für sportliche Aktivitäten, denn die Gelenke werden geschont, während die Übungen anstrengender sind, wodurch der Kalorienverbrauch steigt und man folglich leichter Gewicht verliert. Diese Sportarten sind also ideal für alle, die auf vergnügliche Weise in Form bleiben oder abnehmen wollen, sowie für schwangere Frauen.

"Aqua-Jogging ist der neueste Trend im Laufsport: Man verbraucht mehr Kalorien, ohne die Gelenke zu belasten"

Woga

Yoga ist an sich schon eine umfassende Disziplin, die Körper und Geist gut tut, und für Woga (Water-Yoga) trifft das in besonderem Maß zu. Auf psychischer Ebene stellt es den Kontakt zu unserem ursprünglichen Element her, denn wenn wir in Wasser eintauchen, kehren wir in den Mutterleib zurück und erleben unbewusst die Wohligkeit wieder, die wir in den neun im Fruchtwasser verbrachten Monaten verspürt haben. Darüber hinaus können wir dank des Wasserwiderstands auch komplexe Positionen (Asanas) länger halten. Dadurch wird der Energiefluss unseres Körpers auf noch effizientere Weise angeregt und ganz bestimmte Bereiche des Organismus belebt, was unser körperliches und geistiges Wohlbefinden verbessert. Ein Tipp: Die Wirkung ist noch intensiver, wenn Sie Woga in Thermalwasser praktizieren.

Biribol

Volleyball kann man auch im Wasser spielen. Fragen sie die Brasilianer, wo Biribol, die neue Disziplin des Wasser-Volleyballs, immer mehr Anhänger findet. Die Spieler (vier gegen vier) stehen bis zur Taille im Wasser und spielen sich den Ball in einem gemäßigten Rhythmus zu. Es werden drei Sets mit jeweils zwölf Punkten gespielt; das offizielle Spielfeld misst vier mal acht Meter und ist 1,30 Meter tief, das Netz hängt knapp über dem Wasser. Bei Freundschaftsspielen kann man sich aber Mannschaften und Regeln entsprechend der Teilnehmerzahl und dem zur Verfügung stehenden Raum ausdenken. Dieser Sport stärkt die Arm- und Beinmuskulatur ohne die Gelenke sehr zu belasten.

Aqua-Kickboxen

Dieses Cardiotraining hilft, den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Aqua-Kickboxen sieht anspruchsvolle Lektionen vor, bei denen man im Wasser stehend mit Fausthieben und Tritten gegen einen imaginären Gegner kämpft und dabei auch dem Wasserwiderstand trotzen muss. Noch anstrengender wird es, wenn man es mit Boxhandschuhen und Gewichten praktiziert. Normalerweise werden die Übungseinheiten im Schwimmbad absolviert, aber nichts spricht dagegen, im Meer zu trainieren und dabei auch die schöne Umgebung und die frische Luft zu genießen.

Hydro-Power

Hierbei handelt es sich um eine Art Wasser-Aerobic mit anspruchsvollen Übungen wie Sprüngen, Squat und koordinierten Bewegungen, die mit nur wenigen Pausen durchgeführt werden. Deshalb dient diese Disziplin sowohl dem Herz-Kreislauf-System wie der Kräftigung des ganzen Körpers, was dem Wasserwiderstand, durch den die Übungen anstrengender sind, zu verdanken ist. Das Ergebnis? Ein flacher Bauch und straffe Arme und Beine.

Deep Water Running

Aqua-Jogging ist der neueste Trend im Laufsport: Man verbraucht mehr Kalorien, ohne die Gelenke zu belasten. Diese Disziplin stellt nicht nur ein wirkungsvolles Cardiotraining dar, sie stärkt gleichzeitig die Muskeln von Bauch, Beinen und Armen. Deep Water Running wird, wie der Name schon sagt, im tiefen Wasser ausgeführt. Man trägt eine spezielle Auftriebshilfe.

Fotos: Olycom