Die ersten Sonnentage machen Lust auf Sommer und verbreiten Freude und ein Gefühl von Erneuerung, denn Sonnenstrahlen haben eine wohltuende Wirkung auf unseren Organismus. Bräune verleiht uns sogleich ein gesünderes Aussehen und ein goldener Teint lässt die Haut, die monatelang unter einer dicken Schicht Kleider verborgen war, wieder aufleben. Jedoch sollten Sie auf dem Weg zur perfekten Bräune einige Dinge beachten, um Sonnenbrände zu vermeiden und Ihrer Haut nicht zu schaden. Wir haben bei der italienischen Dermatologin Silvia Marchetti (die mit einigen italienischen Instituten zusammenarbeitet und Fachartikel in internationalen Publikationen veröffentlicht hat) nachgefragt.

"Denken Sie daran, dass Sie eine besonders gleichmäßige Bräune erhalten, wenn Sie sich in der Sonne bewegen."

Die richtige Ernährung

Um den Körper auf die Sonne vorzubereiten, empfiehlt es sich, orangerote Obst- und Gemüsesorten zu verzehren, wie zum Beispiel Zitrusfrüchte, Pfirsiche, Möhren und Aprikosen. „Dank ihres hohen Karotingehalts können diese Nahrungsmittel die Bräune unterstützen“, erklärt die Dermatologin. „Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln, die darüber hinaus auch vor den Schäden durch ultraviolette Strahlung bewahren.“

Der richtige Zeitpunkt

Wenn Sie die positiven Effekte der Sonne genießen wollen, sollten Sie nur in der Zeit zwischen 9 und 12 Uhr und nach 16 Uhr sonnenbaden. Es ist riskant, sich mittags und ohne Schutz der Sonne auszusetzen: „Die Gefahren des Sonnenbadens sind neoplastische Erkrankungen der Epidermis, wie zum Beispiel Melanome.“

Die richtige Schutz

Das Geheimnis einer schönen Bräune ohne Schädigungen der Haut besteht darin, sich graduell der Sonne auszusetzen, wobei immer ein auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmter Sonnenschutz verwendet werden muss“, erklärt die Dermatologin. Was ist besser: Spray, Milch oder Creme? „Spray und Gel sind eher für ölige Haut geeignet, während Milch und Creme besser für trockene Haut sind.“ Sie fügt hinzu: Damit der Sonnenschutz wirkt, muss man ihn alle zwei Stunden und immer nach dem Baden auftragen.“ Besondere Aufmerksamkeit sollte man Narben oder besonders empfindlichen Stellen zukommen lassen, „wo man Produkte mit dem höchsten Schutzfaktor auftragen muss.“

Hilfe bei Sonnenbrand

Auch bei sonnengewöhnter Haut kann man einen Sonnenbrand bekommen, was aber kein Grund zur Aufregung ist. Bei einem leichten Sonnenbrand empfiehlt die Dermatologin, „topische Steroide, wie Cremes auf Kortisonbasis, aufzutragen, um der Entzündung entgegenzuwirken; oder linderndes Thermalwasser und Cremes auf Zinkoxidbasis, die den Heilungsprozess der Haut unterstützen.“ Zinkoxid ist sehr wirksam bei der Behandlung von Hautirritationen, auch solcher, die auf die Sonne zurückzuführen sind.

Einige Tricks für eine perfekte Bräune

Bevor Sie in die Sonne gehen, sollten Sie Ihre Haut mit einem Peeling behandeln, das abgestorbene Hautzellen entfernt und sie weich macht. Erst dann wird, eine halbe Stunde, bevor Sie in die Sonne gehen, der Sonnenschutz aufgetragen. Auch die Position beim Sonnenbaden wirkt sich aus: Wenn die Sonnenstrahlen senkrecht auf die Erde fallen, ist es effizienter, zu liegen; wenn die Sonne sich hingegen auf den Horizont zubewegt, bräunen Sie in besser in stehender oder diagonaler Position (auf einem Liegestuhl zum Beispiel). Denken Sie daran, dass Sie eine besonders gleichmäßige Bräune erhalten, wenn Sie sich in der Sonne bewegen. Nicht zuletzt sollten Sie Ihre Haut immer gut mit Feuchtigkeit versorgen und nach dem Bad im Meer das Salzwasser abwaschen, denn eine trockene Haut verliert die Bräune bald wieder.

Fotos: Olycom