Es ist wissenschaftlich belegt, dass es das Gehirn entspannt und uns glücklich macht, wenn wir über das endlose Blau der See schauen. Denn das Meer hat eine außerordentliche Wirkung auf die menschliche Psyche: Einige Studien belegen, dass es bei Depressionen hilft und die Stimmung verbessert. Außerdem ist es gut für die Atemwege, das Herz-Kreislauf-System und die Haut.

"Das im Wasser und in der Meeresluft erhaltene Jod ist ein natürliches Heilmittel für die Atemwege und regt zudem träge Stoffwechsel an."

Zahlreiche Studien belegen, dass die natürliche Meereslandschaft eine wichtige Ressource ist, die sich positiv auf unseren Organismus auswirkt.

Ein natürlicher Weg zum Glück

Eine Studie der Korean Society of Radiology aus dem Jahr 2010 hat gezeigt, dass sich ein Aufenthalt am Meer stimulierend auf das Gehirn auswirkt, denn es wird angeregt, Serotonin, Dopamin und Oxytocin zu produzieren, die eine wichtige Rolle für unser allgemeines Wohlergehen und Glücksempfinden spielen. Darüber hinaus verweist diese Studie darauf, dass die Meereslandschaft diejenigen Bereiche im Gehirn aktiviert, die für eine positive Einstellung, schöne Erinnerungen und emotionale Ausgeglichenheit zuständig sind.

Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit

Das Meer fördert nicht nur unsere Erholung und Entspannung, sondern auch unsere Konzentrationsfähigkeit. Dies zeigt ein Experiment, dass der britische Biologe Wallace J. Nichols 1995 in „Environmental Psychology“ und dann in seinem Buch „Blue Mind: The Surprising Science That Shows How Being Near, In, On, Or Under Water Can Make You Happier, Healthier, More Connected, And Better At What You Do“ veröffentlicht hat. Bei der Studie wurden einer Gruppe von Studenten verschiedene Bilder vorgelegt: Diejenigen, die Bilder vom Meer betrachteten, erreichten bei einem anschließenden Test eine höhere Punktzahl als jene, die Bilder von Stadtlandschaften anschauten.

Entspannung für den Organismus

Es heißt, dass Meereslandschaften beruhigend wirken. Einige Studien (wie die 2009 von der University of British Colombia durchgeführte) bestätigen das, denn Blau in all seinen Schattierungen beruhigt und entspannt den menschlichen Geist. Vielleicht ist deswegen Blau die beliebteste Farbe der Welt: Das bestätigt auch ein von Nichols zitiertes, 2003 durchgeführtes Studienprojekt, an dem Menschen aus vielen unterschiedlichen Ländern teilgenommen haben, die nach ihrer Lieblingsfarbe befragt wurden

Heilsame Wirkung auf die Atemwege

Mens sana in corpore sano, sagten die alten Römer: eine gute Gesundheit trägt dazu bei, dass wir glücklich sind. Auch hier ist das Meer hilfreich. Das im Wasser und in der Meeresluft erhaltene Jod ist ein natürliches Heilmittel für die Atemwege und regt zudem träge Stoffwechsel an. Dies trifft insbesondere für das ozeanische Bioklima zu, das dank der Ultraviolettstrahlung, die das ganze Jahr über hoch ist, und dem konstanten Wind die heilsame Wirkung, die das Meer bei Erkrankungen der Atemwege hat, noch verstärkt. Dies belegen Studien zur Klima-Therapie der Universität Mailand.

Ausgeglichenheit im Rhythmus der Wellen

Wellen schenken nach Meinung von William Dorfman, Professor an der Nova Southeastern University dem menschlichen Körper Harmonie. Der Klang der beständig, im immer wiederkehrenden Rhythmus anrollenden Wellen wirke sich demzufolge nicht nur äußerst positiv auf das Gehirn, sondern auf den gesamten Organismus aus. Genauer gesagt, gelinge es der „Musik der Wellen“, ein optimales Niveau bestimmter chemischer Substanzen herzustellen, darunter Dopamin und Serotonin, die Zufriedenheit und Glück fördern.

Vitamin D-Versorgung

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle in unserem Organismus, denn es unterstützt die Kalziumaufnahme und gesunde Knochen und ist deshalb in jedem Lebensabschnitt von Bedeutung. Nur 20% des benötigten Vitamin D können über eine ausgewogenen Ernährung zugeführt werden. Am besten ist es, sich in der Sonne aufzuhalten – und wo ginge das besser, als am Meer.

Fotos: Olycom