Wenn Sie sich sportlich zu Fuß fortbewegen wollen, können Sie zwischen Running, Trekking und Spazierengehen wählen. Und jetzt auch Fitwalking. Dabei handelt es sich um dynamisches Gehen, das umfassendes körperliches und geistiges Wohlergehen verspricht. Diese Aktivität ist nicht auf Leistung und Verausgabung angelegt, sondern auf Entspannung, dynamische Bewegung und Spaß. Wir wollen sie uns etwas näher ansehen.

"Außerdem kann Fitwalking überall praktiziert werden (auch in der Stadt) und wirkt gegen Stress und Depressionen."

Die Ursprünge

Der Begriff Fitwalking – die „Kunst des Gehens“ oder „richtiges Gehen“, in den angelsächsischen Ländern auch Powerwalking genannt, – wurde 2011 vom italienischen Sportler Maurizio Damilano, der bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau die Goldmedaille im Gehen gewann, eingeführt. Seine Methode beruht auf den Prinzipien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Gelenkigkeit und Koordination. In fünf Jahren hat sich diese Disziplin in der ganzen Welt dank eines Ansatzes durchgesetzt, der gleichzeitig einfach, spielerisch, gesund und sportlich kodifiziert ist.

Die Regeln

Damit Körper und Geist vom Fitwalking profitieren, sind einige Regeln zu beachten. Da man nicht einfach spazieren geht, muss man sich besonders auf die Füße konzentrieren, denn sie sind der Schlüssel, um diese Disziplin erfolgreich zu praktizieren. Setzen Sie erst die Ferse auf dem Boden auf, dann rollen Sie über die gesamte Fußsohle bis zu den Zehenspitzen ab. Im Vergleich zum normalen Gehen, achtet man mehr auf die Bewegung des Fußes und setzt den Fuß fester auf. Wichtig beim Fitwalking sind auch die richtigen Schuhe, denn nicht alle sind geeignet. Wenden Sie sich an ein Fachgeschäft, und kaufen Sie sich geeignete Walkingschuhe aus atmungsaktivem Material und mit abgerundeter Sohle, die das richtige Aufsetzen der Ferse auf dem Boden erleichtert. Die Beine bewegen sich energisch unter Einsatz aller Muskeln und treiben die Bewegung voran. Die Arme befinden sich im rechten Winkel neben dem Körper und unterstützen den Gehrhythmus, während die Schultern locker aufgerichtet sind und der Rumpf und das Becken sich harmonisch in die Bewegung einfügen. Auf diese Weise werden auch die Muskeln des Oberkörpers trainiert. Der Blick ist geradeaus gerichtet, was eine natürlich Körperhaltung unterstützt, die Wirbelsäule ist gestreckt.

Das Wohlgefühl

Die Programme sehen meist drei bis vier Stunden Training in der Woche vor, und 45 bis 60 Minuten pro Trainingseinheit, bevorzugt auf ebenem Gebiet, da es das gleichmäßige Gehen erleichtert und das größte Wohlgefühl verspricht. Die von Damilano entwickelte Methode dient vor allem dazu, überflüssige Pfunde zu verlieren. Darüber hinaus verbessern sich die Cholesterinwerte, wird Bluthochdruck gemindert und Osteoporose und Diabetes entgegengewirkt. Nicht zu vergessen die Stärkung der Muskeln, insbesondere von Gesäß und Oberschenkeln, die elastisch und geschmeidig werden, außerdem bauen sich Muskelspannungen ab.

Mens sana in corpore sano

Fitwalking ist ein Training mit niedriger Intensität, bei dem die Herzfrequenz auf ebener Strecke zwischen 100 und 115 Schlägen pro Minute liegt, was den Körper anregt, Fett zu verbrennen, um die benötigte Energie zu erhalten. Dadurch verringert sich der Fettanteil im Körper. Es ist kein Zufall, dass es für die Weltgesundheitsorganisation WHO zu den Aktivitäten gehört, die einen gesunden Lebensstil unterstützen, denn es entspricht der von der WHO ausgesprochenen Empfehlung, 10.000 Schritte am Tag zu tun. Außerdem kann Fitwalking überall praktiziert werden (auch in der Stadt) und wirkt gegen Stress und Depressionen.

Fotos: Olycom