Von der verlorenen Stadt zum Symbol einer Wiedergeburt und internationalem Tourismusziel. In den vergangenen zwanzig Jahren hat Matera den Traum vom Neuanfang wahr gemacht und ist zu einem magischen Ort geworden, der in die Zukunft blickt und dabei aus seiner Vergangenheit und seinem kulturellen Reichtum zu schöpfen weiß. Spaziergänge durch die in den Stein gehauenen Stadtviertel, eine Zeitreise bis in die Jungsteinzeit, Felsenkirchen, der Sonnenuntergang, der den Tuffstein der Häuser leuchten lässt: All das erleben Sie nur in Matera.

"Von der Kathedrale aus schlendern Sie am besten durch die Altstadt und bewundern die Felsenwohnungen mit ihrer von der Natur vorgegebenen Architektur und stellen sich vor, wie man hier einst lebte."

Jetzt können Sie die Stadt besuchen … mit dem Schiff! Denn Costa bringt Sie nicht nur in die schönsten Orte am Meer, sondern zeigt Ihnen auch unvergessliche Reiseziele im Landesinneren, wie das berührend schöne Matera, das seit 1993 die erste Weltkulturerbestätte der UNESCO in Süditalien ist. Nutzen Sie die einzigartige Gelegenheit, es mit eigenen Augen zu sehen!

DIE WIEDERGEBURT EINER EINZIGARTIGEN STADT

Matera ist unter einer Reihe von Gesichtspunkten einzigartig. Es liegt im Osten der Basilikata, zwischen Stiefelspitze und -absatz, 45 km vom Meer entfernt auf einem 400 Meter hohen Tuffsteinfelsen oberhalb des Flusstals der Gravina: auf der einen Seite der Ort mit den „Sassi“, den in den Fels gebauten Höhlenwohnungen, auf der anderen der archäologische Park mit den Felsenkirchen. Ebenso wie die Geografie ist auch die Geschichte Materas einzigartig: Die erste Besiedlung geht auf die Steinzeit zurück und seitdem waren die in den weichen Tuffstein geschlagenen Behausungen durchgehend bewohnt. Aus diesem Grund wird Matera als eine der ältesten Städte der Welt angesehen. Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts wandelten sich die Sassi jedoch vom Ausdruck des Zusammenspiels von Mensch und Umwelt zum Ort mit erbärmlichen Lebensbedingungen und einem Symbol der Rückständigkeit Süditaliens. Bis in die 1950er-Jahre hinein lebten viele Familien in großer Armut auf engstem Raum in den ungesunden, dunklen und feuchten Behausungen mit 5000-jähriger Geschichte. Aus diesem Grund galt die Stadt jahrzehntelang als „Schandfleck Italiens“. Doch dann wurde alles anders, dank langer, behutsamer Restaurierungsarbeiten. Die Bewohner wurden umgesiedelt und die Sassi sorgfältig renoviert. Heute gehört dieser magische Ort zu den beliebtesten Reisezielen Italiens.

EINE ENTDECKUNGSREISE IN DIE VERGANGENHEIT UND DIE ZUKUNFT DER SASSI

Eine faszinierende Zeitreise führt Sie auf Ihrem Landausflug direkt vom Schiff nach Matera. Sasso Caveoso und Sasso Barisano heißen die beiden Stadtviertel, die von der Civita getrennt werden, dem Felsgrat, auf dem der erste Siedlungskern entstand. Der Sasso Caveoso im Nordwesten ist mehr erbaut als in den Felsen gegraben, während der Sasso Barisano im Süden eine Art Amphitheater mit den in den Tuffstein geschlagenen Behausungen bildet. Der ideale Ausgangspunkt, um in diese geschichtsträchtige Welt einzutauchen, ist die Kathedrale, die die Civita dominiert. Ihr romanisches Äußeres kontrastiert mit dem barocken Inneren, und sie bietet einen weiten Blick über die Landschaft. Von der Kathedrale aus schlendern Sie am besten durch die Altstadt und bewundern die Felsenwohnungen mit ihrer von der Natur vorgegebenen Architektur und stellen sich vor, wie man hier einst lebte. Insbesondere zwei Stationen erzählen den Weg Materas vom „verlorenen“ Ort zum innovativen kulturellen Mittelpunkt: In der perfekt restaurierten Casa Noha aus dem 16. Jahrhundert illustriert eine Multimediainstallation Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt, während sich in der Casa Cava, die in den 1990er- Jahren wiederentdeckt wurde, das einzige unterirdische Kulturzentrum der Welt befindet.

ENTDECKEN SIE DIE TRADITIONELLEN GENÜSSE LUKANIENS

Heute sind in den Sassi Hotels und Lokale untergebracht, in denen Sie bei einem angenehmen Raumklima die lokalen Spezialitäten genießen können. Wie wäre es zum Beispiel mit einem lokalen Wein wie Aglianico und Pecorino canestrato (nach dem Korb, in dem dieser Schafshartkäse hergestellt und aufbewahrt wird) aus Molitemo oder Peperoni cruschi, kleine Paprika, die in der Sonne getrocknet und dann kurz frittiert werden. Kosten Sie unbedingt auch das schmackhafte Brot von Matera mit der typischen Form, das es schon seit dem 14. Jahrhundert gibt: Sein Geheimnis ist das ausgezeichnete, doppelt gemahlene lokale Getreide und der mit in Wasser eingeweichten Trauben und Feigen hergestellte Sauerteig. Gehen Sie ruhig in eine Bäckerei und nehmen Sie etwas Brot für zu Hause mit, es hält sich mit bis zu zehn Tagen sehr lange!

NATUR, SPIRITUALITÄT UND KINO

Wenn Sie am Ufer des Gravina entlanggehen, tauchen Sie noch tiefer in die Vergangenheit ein, bis in die Prähistorie, aber mit einer Prise Kinogeschichte. An den Ufern sind 150 Felsenkirchen erhalten, die die Gläubigen zum Teil mit den Händen in den Tuffstein gegraben haben: Hier hatten sich seit dem 8. Jahrhundert Mönchsgemeinschaften aus Kleinasien angesiedelt und ihre Kultstätten mit Fresken, Nischen, Kreuzen und Gravuren gestaltet, die von der byzantinischen Kunst geprägt waren. Besuchen Sie die am besten erhaltenen Kirchen auf beiden Flussufern, wie die der Madonna della Virtù und San Nicola dei Greci (Sasso Barisano), eine dreischiffige Kirche mit Deckengewölbe und Kreuzigungsfresko. Am anderen Ufer können Sie bis zur Kirche Madonna degli Angeli hochsteigen, einer Grotte mit einem Altar, Malereien in Blautönen und einem atemberaubenden Blick über Matera. Diese Orte zeichnet tiefe Spiritualität aus. Aber Matera wurde der Welt auch durch das Kino nähergebracht: Unter den vielen hier gedrehten Filmen sei nur „Die Passion Christi“ (2004) erwähnt, in dem Mel Gibson die in den Tuffstein geschlagene Stadt genutzt hat, um das Palästina zur Zeit Christi wiederauferstehen zu lassen. Es fällt leicht, sich hier wie im biblischen Jerusalem zu fühlen!

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Matera, die europäische Kulturhauptstadt 2019

Matera hat sich gegenüber Konkurrenten wie Venedig, Siena, Lecce und weiteren Städten durchgesetzt und ist die europäische Kulturhauptstadt 2019. Der Slogan „Open Future“, der zu diesem Anlass ausgewählt wurde, steht für den Elan, mit dem Matàrë (wie die Einwohner sagen) in die Zukunft strebt. Zwölf Monate lang wird die Stadt zur kreativen Werkstatt unter freiem Himmel, die fünf Themen rund um die Begriffe Zeit und Kontraste gewidmet ist: „Ferne Zukunft“, „Kontinuität und Brüche“, „Utopien und Dystopien“, „Wurzeln und Wege“, „Reflexionen und Verbindungen“. In den einzigartigen Bauwerken der Stadt finden Ausstellungen und Theater-, Tanz-, Musik- und Kunstevents statt, die sich mit diesen Ideen auseinandersetzen. Ein internationales Event in einer unvergleichlichen Stadt, das Sie nicht verpassen sollten.