Phönizier, Karthager, Römer, Piraten, Engländer, Franzosen und Spanier haben jahrhundertelang wegen der geschützten und strategisch günstigen Position des größten Naturhafen des Mittelmeers um Mahón gerungen. Heute ist die Inselhauptstadt eine lebhafte, kosmopolitische Stadt und der ideale Ausgangspunkt, um Menorca zu erkunden. Wir stellen Ihnen fünf Orte vor, die Sie unbedingt gesehen haben sollten.

"Der Weg verläuft entlang der Küste und kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Pferd zurückgelegt werden. Er führt durch die unterschiedlichen Ökosysteme der Insel mit Tälern, Wasserläufen, bewirtschaftetem Land und Felsen und ist nie weit vom Meer entfernt."

Eine außergewöhnliche Altstadt

Die Plaça de s'Esplanada liegt im Herzen der faszinierenden Altstadt von Mahón, die sich überraschend kosmopolitisch zeigt, was der langen englischen Herrschaft zu verdanken ist. Diese ist auch der Grund dafür, dass es Gebäude im georgianischen Stil, typische Bow windows, eine englische Festung und den charakteristischen Uhrenturm gibt. Einen besonders schönen Blick über die Stadt und die weite Bucht von Mahón hat man vom Belvedere Mirador del Pont des Castells aus.

Der Fischmarkt

Der Fischmarkt geht auf das 18. Jahrhundert zurück: Seine Stimmen, Farben und Gerüche und das lebhafte Treiben der Fischer erzählen viel von der Geschichte dieses bedeutenden Zentrums des Fischhandels. In der Markthalle gibt es eine Reihe von Lokalen, in denen man Escupinas (rohe Venusmuscheln mit Zitrone), eine köstliche Caldereta de langosta (Langustensuppe) und Tapas aller Art bekommt. Besonders gut sind solche mit Fisch und Mayonnaise, wie die Maki de gambas rebozadas (panierte und frittierte Garnelen-Röllchen) oder Mahonesa picante y huevas de salmon (scharfe Mayonnaise mit Lachsrogen). Denn die Legende besagt, dass die Mayonnaise hier in Mahón von den Karthagern erfunden und nach der Stadt benannt worden ist. Auch die typischen Restaurants rund um den Markt bieten fangfrischen Fisch an.

Strände

Neben der bekannten Cala Macarella gehören die Strände der Cala Turqueta und die Cala Mesquida zu den attraktivsten Stränden der Insel. Die unberührte Bucht Cala Turqueta verdankt ihren Namen dem türkisblauen Meer und zeichnet sich durch einen strahlend weißen Sandstrand aus. Sie ist nicht nur im Sommer wunderschön, zu jeder Jahreszeit ist man von den Farbkontrasten des Meeres und der üppigen Vegetation beeindruckt. Wer einen Strand in der Nähe von Mahón sucht, sollte zur Cala Mesquida fahren, die mit ihrem langen Sandstrand ideal für Familien ist.

Menorquinischer Gin

Die englische Herrschaft hat auch bei den Trinkgewohnheiten ihre Spuren hinterlassen. In Mahón wird ein besonderer Gin aus lokalem Weinbrand und Wacholderbeeren hergestellt, in dessen charakteristischem Aroma sich die englische Tradition mit mediterranen Aromen vereint. Er wird in den Lokalen der Insel mit gestoßenem Eis und Zitronensaft serviert und Pomada genannt. Man trinkt ihn auch während der Feierlichkeiten zu Ehren des Schutzheiligen Sant Climent am dritten Augustwochenende, die viele Menschen anziehen, um unter anderem dem Umzug der schwarzglänzenden menorquinischen Pferde beizuwohnen.

Der Camí de Cavalls

Eine Wanderung über den Camí de Cavalls („Pferdeweg“) ist die beste Art, um die Schönheit des Biosphärenreservats Menorca zu erkunden. Der Weg verläuft entlang der Küste und kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Pferd zurückgelegt werden. Er führt durch die unterschiedlichen Ökosysteme der Insel mit Tälern, Wasserläufen, bewirtschaftetem Land und Felsen und ist nie weit vom Meer entfernt, so dass man ein erfrischendes Bad nehmen kann. Der Weg beginnt am Hafen von Mahón, trägt die Bezeichnung GR223 und ist mit vielen Informationstafeln versehen.

Fotos: Age/Mondadori Portfolio

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