Denkt man an Liverpool, denkt man an die Beatles. Musik fließt durch die Adern der Liverpudlians, wie die Einwohner der Stadt am Ufer des Mersey River genannt werden. Und vieles dreht sich hier eben auch um John, Paul, Ringo und George, die berühmtesten Einwohner der Stadt, auf deren Spuren Sie Liverpool mit Costa Kreuzfahrten entdecken können. Ganz zwangsläufig führen die Spuren eines Stadtrundgangs dann auch in den einen oder anderen Pub, von denen die Stadt am River Mersey so einige zu bieten hat. Einer der bekanntesten unter ihnen ist der Cavern Club. Hier absolvierten vier Lokalmatadoren mit Pilzköpfen – raten Sie einmal, wer – ihre ersten Schritte auf einer Bühne, auf die noch viele weitere Schritte auf noch vielen weiteren Bühnen der Welt folgen sollten. 

Doch auch die Kunst kommt in Liverpool nicht zu kurz: Liverpool Tate und Walker Gallery gehören zu den angesehensten Galerien Englands, und in Crosby Beach, das einige Kilometer nördlich der Liverpooler Hafenanlagen liegt, hat Antony Gormley seine 'Another Place'-Installation zu einer Dauerausstellung gemacht. Bleibt noch die Frage 'Reds' oder 'Toffies', und während ideologisch zwischen den Unterstützern des Liverpool FC und des FC Everton Welten liegen, sind Anfield Stadium und Goodison Park, die beiden Heimspielstätten der Liverpooler Fußallteams, räumlich gerade einmal durch einen Park getrennt. Es gibt also einiges, auf das Sie sich bei Ihrem Besuch in Liverpool freuen können. Was Sie in Liverpool in jedem Fall erleben sollten:

Die Geschichte der Stadt

Über Jahrhunderte war Liverpool ein kleiner unbedeutender Ort an der Mündung des River Mersey in die Irische See. Bedeutung erlangen der Ort und sein Hafen erst mit dem Sklavenhandel im 18. Jahrhundert, als Liverpool zu einem der größten Sklavenmärkte weltweit aufsteigt. Nach der Abschaffung des Sklavenhandels wird Liverpool als Handelshafen bekannt. Der Stahlexport boomt, und von Liverpool aus wird britischer Stahl unter anderem in die Staaten des Commonwealth verschifft.

 Doch Liverpool etabliert sich auch als Auswandererhafen: Neun Millionen Menschen suchen ab 1830 von hier aus ihr Glück in der Neuen Welt. Zeitgleich wächst Liverpool durch Einwanderung selbst rasant – und erlangt 1880 das Stadtrecht. Zu Beginn des zweiten Weltkriegs zählt Liverpool mehr als 850.000 Einwohner, doch die Entwicklung der Stadt erweist sich als nicht nachhaltig. Als die Industrie Liverpools nach dem Zweiten Weltkrieg immer schneller in die Krise schlittert und Arbeitsplätze rar werden, verliert die Stadt in drei Jahrzehnten fast die Hälfte ihrer Einwohner. Erst in den 1990er Jahren schafft Liverpool die wirtschaftliche Trendwende. Heute ist die Stadt nach London und Birmingham die drittgrößte Stadt Englands und ein für den Nordwesten Englands bedeutendes Dienstleistungszentrum.

Albert Dock

Als die Waren- und Lagerhäuser des Albert Dock 1846 am Ufer des River Mersey eröffnen, ist das Liverpooler Hafenviertel eine Revolution. Handelsschiffe können ihre Waren nun direkt am Bestimmungsort löschen. Der Stern des Albert Dock sinkt jedoch schnell, denn das Dock ist für die Anfahrt kleiner, wendiger Segelschiffe konzipiert. Für große Dampfschiffe, die im Handelsverkehr Ende des 19. Jahrhunderts immer wichtiger werden, ist Albert Dock nicht erreichbar. Als die britische Admiralität das Dock im Zweiten Weltkrieg als Basis für ihre Atlantikflotte nutzt, wird es bei Luftangriffen auf Liverpool teilweise zerstört. Nach dem Krieg verschärft sich die Lage: 1972 geht die Betreibergesellschaft des Docks bankrott. Das mittlerweile verfallene Albert Dock wird geschlossen. Seit seiner Renovierung und der Wiedereröffnung 1988 erstrahlt Albert Dock jedoch in neuem Glanz. Bis heute hat sich das Hafenviertel zu einem modernen Ausgehviertel entwickelt, in dem neben der Liverpool Tate, dem Merseyside Maritime Museum und dem Beatles Story Museum eine Vielzahl an Restaurants und Bars Einheimische und Besucher anziehen.

Die Beatles

Sie sind die wohl bedeutendste Boygroup der Welt, und mit Liverpool sind Paul, John, George und Ringo unabdingbar verbunden, auch wenn ihre Weltkarriere die vier Beatles ab 1963 schnell über die Stadtgrenzen der Merseymetropole hinaus führte. Die Spuren der Beatles sind in ihrer Heimatstadt noch immer allgegenwärtig: Mendips, das Haus, in dem John Lennon im Stadtteil Woolton aufwuchs, können Sie im Rahmen einer Führung besichtigen. Ebenso 20 Forthlin Road im benachbarten Stadtteil Allerton, das Elternhaus Paul McCartneys, in dem Songs wie 'Please Please Me' und 'She Loves You' das Licht der Welt erblickten. Von Strawberry Fields, dem Waisenhaus der Heilsarmee, auf dessen Gelände John Lennon als Kind gerne spielte, ist heute nur noch ein Eingangstor zu sehen. Und auch wenn Bioletti's, der Friseursalon aus 'Penny Lane', heute Tony Slavin's heißt und genau genommen ohnehin eher in der Verlängerung der Penny Lane am Smithdown Place liegt, sind Pilzkopffrisuren dort noch immer en vogue. Mit 'The Beatles Story' ist zudem das bedeutendste Fab Four-Museum der Welt in einem der alten Lagerhäuser des Albert Dock zu finden. Und in den Liverpooler Pubs sind die Pilzköpfe ohnehin in jeder Jukebox vertreten – auch wenn Paul McCartney und seine Band nicht jeden Tag wie einst beim Carpool-Karaoke mit James Corden in einem der Pubs für ein spontanes Gratis-Konzert vorbeischauen.

Liverpool Tate

Als der als Zuckerfabrikant zu Wohlstand gekommene Sir Henry Tate 1897 seine Sammlung moderner britischer Kunst an die Londoner National Gallery of British Art, die spätere Tate Gallery, spendet, macht er zur Bedingung, dass als Ausstellungsort für seine Kunstwerke ein adäquates Gebäude errichtet wird. 91 Jahre nach Tates Kunstspende eröffnet im frisch renovierten Liverpooler Albert Dock das nach dem Londoner Stammhaus zweite nach Tate benannte Kunstmuseum – Liverpool Tate. Bis heute ist das Galerienetzwerk auf vier hochklassige Museen angewachsen, auch Liverpool Tate entwickelt sich seit seiner Eröffnung zu einem Publikumsmagneten. Das Museum, das lediglich auf Sonderausstellungen, nicht aber auf den Besuch der Stammausstellung Eintrittsgebühren erhebt, gehört zu den am meisten besuchten Museen außerhalb Londons. Einige Jahre nach seiner Eröffnung wird Liverpool Tate bereits erweitert, und das Galerie-Café wird zu einem eigenen Kunstwerk. Heute finden Besucher im Liverpool Tate Bilder aus der Sammlung des Kunstmäzens ab dem Jahr 1500 sowie Werke internationaler und zeitgenössischer Künstler.

Crosby Beach

Nur ein paar Kilometer nördlich der Liverpooler Hafenanlagen ist Crosby Beach einer der eindrucksvollsten Strände, die der Nordwesten Englands zu bieten hat. Die Sonnenuntergänge am Abend sind hier spektakulär. Die Kombination mit den 100 menschengroßen Skulpturen, die Antony Gormley in seiner 'Another Place'-Installation zunächst in Cuxhaven, Stavanger und im belgischen De Panne ausstellte, macht den Strand noch attraktiver. Seit 2007 haben die jeweils 650 Kilogramm schweren Skulpturen am Crosby Beach nahe Liverpool ihr finales Zuhause gefunden. Sie sind hier zu einer eigenen Attraktion geworden, doch die Empfehlung an alle Kunstliebhaber und die Besucher der Installation lautet, sich auch bei Ebbe nicht zu weit von der Marina auf den Strand und in Richtung offenes Meer zu bewegen. Die Flut bricht schnell über Crosby Beach ein, daher ist der Strand ausdrücklich auch nicht als Badestrand ausgewiesen. Dennoch ist der Weg in den Norden Liverpools ein spannender und lohnenswerter Ausflug für Kunst- und Küstenliebhaber.
Neben der Liverpool Tate ist die Walker Gallery, die 'National Gallery of the North' die zweite große Galerie, die Liverpool zu einem Mekka für Kunstfans macht. In der 1877 eröffneten Sammlung, die auf eine Stiftung des Brauereibesitzers Andrew Barcley Walker zurückgeht, werden Kunstwerke aus den vergangenen 600 Jahren gezeigt. Zu den namhaftesten Künstlern, deren Werke die Walker Gallery im Laufe der Zeit erwerben konnte, gehören Paul Césanne, Vincent van Goch, Peter Paul Rubens und Pablo Picasso. Doch auch viele lokale Künstler haben in der Walker Gallery einen Ort zur Darstellung ihrer Werke gefunden.

Die Sehenswürdigkeiten Liverpools

Es ist eine der heiligsten Kathedralen des englischen Fußballs: Anfield Stadium – das Stadion des Liverpool Football Club gehört zu einer Stadtbesichtigung in Liverpool einfach dazu. Auch wenn das legendäre 'You'll never walk alone' hier nur bei Heimspielen aus Zehntausenden Kehlen erschallt, bildet sich Gänsehaut, wenn die Stadiontour in den Innenraum des Anfield Stadium führt. Den schönsten Blick von oben auf Liverpool erhascht man als Besucher der Aussichtsplattform auf dem 133 Meter hohen St. John's Beacon, Liverpools Fernsehturm. Flaneure finden unterdessen Ruhe bei einem Spaziergang im Sefton Park und dem zum Park gehörenden Palmenhaus, einem gläsernen Refugium für mehr als 20 Palmen- und 32 Orchideenarten sowie weiteren Pflanzen, die von fünf Kontinenten der Erde nach Liverpool verschifft wurden.

Essen und Trinken

Klischeehaft bewegen sich die Essgewohnheiten der Briten irgendwo zwischen English Breakfast, Fish&Chips und Corned Beef. Was natürlich in Teilen so auch stimmen mag, und dennoch lässt sich Liverpool, das 2008 immerhin Kulturhauptstadt Europas war, kulinarisch auch auf ein paar lokale Köstlichkeiten ein. Womit wir einmal mehr bei einem Beatle wären, nämlich bei Ringo Starr, zu dessen Leibgerichten Scouse gehört – jener Liverpool-typische Eintopf aus Zwiebeln, Matjes, Kartoffeln und Corned Beef, der den Einwohnern Liverpools in England auch den etwas spöttischen Spitznamen 'Scousers' einbringt. In Deutschland schon etwas bekannter – wenn auch nicht unter diesem Namen – ist 'Bubble and squeeze', bei dem Kartoffelpüree mit gestampftem Gemüse vermischt und als Beilage zum Fleisch serviert wird. Gerade in Liverpool mit seiner großen irischstämmigen Einwohnerschar ist auch der Shepherd's Pie, eine mit Gemüse gefüllte Pastete, ein gern serviertes Gericht. Und bei einer Portion 'Toad in a hole', in Eierteig gebratenen Bratwürsten, geht manchem Liverpudlian das Herz immer wieder von neuem auf.

Erleben Sie Nordeuropa mit Costa Kreuzfahrten

Kunst und Musik, Fußball und Food – Liverpool, die Metropole am River Mersey hat in den vergangenen Jahrhunderten eine wechselvolle Zeit erlebt. Aufstieg und Niedergang im stetigen Wechsel, fast wie die Gezeiten an der Küste Nordwestenglands. Wir laden Sie ein, mit Costa Kreuzfahrten die Stadt zu entdecken, die in den vergangenen Jahrzehnten nach dem industriellen Niedergang einen eindrucksvollen Weg zurückgenommen hat und völlig zurecht 2008 auch Europäische Kulturhauptstadt war. Seien Sie mit Costa Kreuzfahrten dabei auf den Spuren der Beatles, des Liverpool Football Club und beim Besuch einiger der bedeutendsten Galerien in England. Liverpool und Costa Kreuzfahrten erwarten Sie!