Die freie Hansestadt Bremen ist stolz auf ihre Rolle in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Und das zurecht! Einst als freie Reichsstadt, dann als Hansestadt und heute als Hauptstadt des kleinsten deutschen Bundeslandes hat Bremen über Jahrhunderte einen Sonderstatus behalten. In Bremen lebt und atmet die Geschichte – nicht nur im mehr als 600 Jahre alten Rathaus der Stadt, das dem attraktiven historischen Marktplatz Bremens mit seinem benachbarten St. Petri-Dom eine besondere Note verleiht. Die vor dem Rathaus stehende Rolandstatue zeigt, dass Bremen auch in der Welt der deutschen Märchen und Mythengeschichten tief verwurzelt ist. Nicht nur der Bremer Roland, auch die von Gerhard Marcks gestalteten Bremer Stadtmusikanten, die ursprünglich einem Märchen der Gebrüder Grimm entstammen, sind heute Wahrzeichen der Stadt. Die neuen Wahrzeichen des Bundeslandes Bremen finden sich in Bremerhaven, das einst als Hafen der Stadt Bremen gegründet wurde und heute die Juniorrolle des Zwei-Städte-Staates übernimmt. Bremerhaven ist ein perfekter Ausgangspunkt für viele Kreuzfahrten, die Sie mit Costa unternehmen können. Und nicht nur das! Die Havenwelten Bremerhavens gehören mit dem Klimahaus 8° Ost und dem benachbarten Auswandererhaus zu den spannenden neuen Museumsentwicklungen in Deutschland. Leinen los – der Appell, der einst an den Bremerhavener Kaien für Millionen Auswanderer galt, gilt heute für die Kapitäne der weltgrößten Frachtschiffe. Und für uns, die wir mit Costa Kreuzfahrten ab Bremerhaven in See stechen.

Was Sie in Bremen in jedem Fall erleben sollten

Die Lage

Das kleinste Bundesland Deutschlands besteht aus zwei Städten – Bremen und Bremerhaven, und der Landweg aus dem Zwei-Städte-Staat hinaus führt in jedem Fall nach Niedersachsen. Nur 0,16 Prozent der Gesamtgrundfläche der Bundesrepublik Deutschland vereint der norddeutsche Mini-Stadtstaat auf sich. Mit rund 570.000 Einwohnern ist Bremen die Nummer elf der bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands. 58 Kilometer Weser trennen Bremen von Bremerhaven, wo der zweitlängste deutsche Fluss nach 766 Kilometern in die Nordsee mündet. Als einer der weltgrößten Containerumschlagplätze erlangt das zur Stadt Bremen gehörende Stadtbremische Überseehafengebiet Bremerhaven internationale Bedeutung. Und auch für Kreuzfahrer sind die dortigen Kaie seit langer Zeit das Tor Bremens zur Welt.

Die Geschichte der Stadt

Der Name der Stadt ist erstmals im 9. Jahrhundert beurkundet, doch erst nachdem Bremen 1186 freie Reichsstadt wird, beginnt sein wirtschaftlicher Aufstieg. Als älteste Bierhandelsstadt Deutschlands erlangt Bremen im Mittelalter Bekanntheit. Das Bremer Bier wird zu dieser Zeit unter anderem nach Großbritannien, Skandinavien und Holland verschifft. Mehr als 250 Jahre lang gehört Bremen ab 1260 zum Verbund der Hanse, dreimal wird die Stadt über die Jahrhunderte jedoch auch aus dem Verbund ausgeschlossen. Nach den Befreiungskriegen und dem Wiener Kongress 1815 erhält Bremen den Status eines souveränen Staates im Deutschen Bund, im Deutschen Kaiserreich wird die Stadt 1871 zur freien Hansestadt. Zu jener Zeit gehört das heutige Bremerhaven bereits seit 1827 zum Stadtgebiet. Hier entsteht der Seehafen der Stadt Bremen, von wo aus Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Dampfschiffe von Europa nach Amerika ablegen. Innerhalb weniger Jahre wird Bremerhaven zum größten Auswandererhafen Europas, 1858 richtet der Norddeutsche Lloyd in Bremerhaven einen Linienbetrieb nach New York ein. Im zweiten Weltkrieg werden Bremen und das kurzzeitig in Wesermünde umbenannte Bremerhaven stark zerstört. Seit 1949 ist Bremen neben Hamburg und Berlin einer von drei Stadtstaaten der Bundesrepublik Deutschland.

Der Marktplatz

Der Bremer Marktplatz gehört mit den ihn umschließenden historischen Gebäuden zu den schönsten Marktplätzen in Deutschland. Insbesondere das mehr als 600 Jahre alte Rathaus, das neben anderen Fehden und Kriegen auch den Zweiten Weltkrieg nahezu unversehrt überstand, verleiht dem Platz sein besonderes Flair. Mit der größten Sammlung deutscher Weine birgt der Ratskeller unter dem Rathaus, einer der ältesten Weinkellern Deutschlands, ein spannendes Geheimnis. Flankiert wird das Rathaus zur linken von der Kirche Unsrer Lieben Frauen und zur rechten vom Sankt-Petri-Dom, an den sich mit dem 1966 eröffneten Haus der Bremer Bürgerschaft das Stadtparlament anschließt. Der Schütting, seit 1538 Sitz der Bremer Kaufleute und noch heute Sitz der Handelskammer, steht wie das Bremer Rathaus seit 1973 unter Denkmalschutz. Das Rathaus ist zudem, wie auch die vor dem Eingang thronende Roland-Statue, UNESCO Weltkulturerbestätte. Die den Originalen aus dem 17. Jahrhundert nachempfundenen Giebelhäuser am Marktplatz beherbergen heute Restaurants und Cafés. Die Pflasterung des Marktplatzes beinhaltet eine Besonderheit – ein Hanseatenkreuz aus der Zeit der Hanseatischen Legion, die 1813 bis 1815 gemeinsam in den Befreiungskriegen kämpfte.

Die Roland-Statue

Ein wahrhaft ritterlicher Gentleman repräsentiert seit dem Jahr 1404 auf dem Bremer Marktplatz den Kaiser und die Rechte der Stadt. Sein Name ist Roland. Möglicherweise war Roland ein Neffe Karl des Großen, im Rolandslied jedenfalls ist er neben Karl einer der Protagonisten. Der Bremen Roland ist 5,47 Meter groß, der ihn krönende Badachin macht das Denkmal zur größten freistehenden Statue des deutschen Mittelalters. Rolands Rüstung besteht aus Kettenhemd, Brustpanzer und Beinschienen. Rüstung, Schwert und Schild identifizieren Roland als Ritter. Das Schild wird vom Doppeladlerwappen, dem Zeichen der Bremer Rechtsfreiheit geziert. Nach der 1813 beendeten französischen Besatzungszeit gilt das Roland-Denkmal den Bremern als Freiheitsstatue – von 1813 bis 1863 wird das Ende der Besatzungszeit an jedem 5. November gebührend gefeiert. Heute wird Roland an jedem 5. November mit einem Blumenstrauß und der UNESCO-Fahne geschmückt – als Würdigung der Aufnahme des Denkmals in die Liste der Weltkulturerbestätten im Jahr 2004.

Die Bremer Stadtmusikanten

Es waren einmal vier der sympathischen Protagonisten in Grimms Märchenband: Esel, Hund, Katze und Hahn, alle in die Jahre gekommen und im Wunsch vereint, ihren Lebensabend als Stadtmusikanten in Bremen zu verbringen. Im Märchen ändern die vier tierischen Vagabunden ihre Pläne – doch mit Bremen sind sie untrennbar verbunden. Gerhard Marcks, einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts, entwarf die Bronzeskulptur der sich auftürmenden Bremer Stadtmusikanten. Seit 1953 stehen sie am Schoppensteel, dem Durchgang zwischen linker Bremer Rathausseite und der Kirche Unsrer Lieben Frauen. Geduldig lässt der Esel alltäglich die Besucher Bremens seine Vorderbeine umarmen. Es soll schließlich Glück bringen, das zu tun, und wie man deutlich sehen kann, haben viele Besucher Bremens hier schon ihr Stück vom Glück gesucht. Im Sommer erwachen die Bremer Stadtmusikanten dann zum Leben. Sonntags zur Mittagszeit wird das Märchen im benachbarten Domshof von Schauspielern nachgespielt. Ein Riesenspaß für Groß und Klein!

St. Petri-Dom

Seit zwölfhundert Jahren ist der Ort, an dem der heutige Bremer St. Petri-Dom steht, der Standort einer Kirche. Doch die Zeit war der Kirche nicht immer wohlgesonnen. Die heutige dreischiffige Grundstruktur des Doms geht zurück auf einen Kirchenbau aus dem 11. Jahrhundert. Nach dem Dreißigjährigen Krieg 1618 bis 1648 verfiel die Basilika zusehends, erst zum Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte eine erste große Renovierung. Im zweiten Weltkrieg wurde der Dom dann erneut zerstört, erst vierzig Jahre nach Kriegsende war seine erneute Renovierung beendet. Heute kann man als Besucher den 90 Meter hohen Südturm des St. Petri-Doms besteigen – und von dort einen der schönsten Blicke über Bremen erhaschen. Auch das frei zugängliche Dommuseum, das die Geschichte des Doms mit eindrucksvollen Requisiten aufarbeitet, ist einen Besuch wert.

Sehenswürdigkeiten rund um Bremen

Die norddeutschen Hafenstädte strahlen mit ihren Sehenswürdigkeiten eine große Anziehungskraft auf Reisende aus. Neben Bremen strotzt besonders die zweitgrößte deutsche Stadt, Hamburg, vor Attraktivität. Von Bremerhaven aus ist Hamburg recht einfach zu erreichen. Lust auf einen Spaziergang entlang der Alster mit ihren exklusiven Wohn- und Geschäftshäusern? Oder lieber durch den weltgrößten historischen Lagerhauskomplex, den ehemaligen Hamburger Freihafen in der Speicherstadt mit seinen 14 denkmalgeschützten Brücken und der größten Modellbau-Eisenbahnausstellung der Welt? Auch die Landungsbrücken und St. Pauli mit der sündigsten Meile der Welt, der Reeperbahn, stehen für Hamburg. Wer hingegen von Bremerhaven aus der Natur dem Trubel der Großstadt vorzieht, dem stehen die Weiten des Wattenmeers weit offen. Bremerhaven bildet das südöstliche Ende des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, in dem es mehr als 4000 Tier- und Pflanzenarten gibt.

Die Sehenswürdigkeiten Bremerhavens

Bremerhaven ist mit seinen 120.000 Einwohnern die kleine Schwester Bremens im Zwei-Städte-Staat. Noch heute ist Bremerhaven geprägt durch seine Seelage, dem einstigen Grund für seine Gründung. Mehr als sieben Millionen Menschen suchen ab 1830 von Bremerhaven aus ihrem Glücke in der neuen Welt. Den Auswanderern und deren Geschichten ist das Deutsche Auswandererhaus gewidmet, das 330 Jahre deutsche Migrationsgeschichte beleuchtet. In unmittelbarer Nachbarschaft werden im Zoo am Meer die Lebensräume und die Bewohner der Nordsee vorgestellt. Spektakulär ist auch der Besuch im Klimahaus Bremerhaven 8° Ost, in dem sich Besucher entlang des achten Längengrades auf eine eindrucksvolle Reise durch die Klimazonen der Erde begeben. Das Klimahaus ist Bestandteil der neu eröffneten Havenwelten, zu dem auch ein Einkaufszentrum und die 140 Meter hohe Aussichtsplattform Sail City gehören. Von hier aus sind es wiederum nur ein paar Schritte bis zum Deutschen Schifffahrtsmuseum, in dessen Mittelpunkt ein spannendes Schiffswrack steht: Die Bremer Kogge aus dem Jahr 1380, die 1962 bei Grabungen in der Weser entdeckt wurde.

Entdecken Sie die Sehenswürdigkeiten Bremens und Bremerhavens

Ob als Startpunkt Ihrer Reise mit Costa Kreuzfahrten oder als Anlaufhafen auf einer unserer Seeeisen – Bremen und Bremerhaven sind in jedem Fall einen Besuch wert. Mit Costa Kreuzfahrten sehen Sie die Stadtmusikanten in Bremen, das Auswandererhaus in Bremerhaven und vieles mehr.