Wie jedes Jahr wird in den Ländern der Nordhalbkugel am letzten Oktoberwochenende wieder auf die Winterzeit umgestellt, nachdem wir im März mit dem Beginn der Sommerzeit eine Stunde “verloren” haben. In der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober wird die Uhr folglich zurückgestellt und wir können eine Stunde länger schlafen. An den darauf folgenden Tagen kann es jedoch sein, dass die Anpassung unserer biologischen Uhr einige Begleiterscheinungen mit sich bringt, die dem Jetlag ähneln: Schlafstörungen, Ermattung, Stimmungsschwankungen. Es handelt sich um einen vorübergehenden Stresszustand, den man mit einigen Maßnahmen lindern kann.

"Schließen Sie die Fensterläden nicht ganz, wenn Sie schlafen, dann fällt am Morgen Tageslicht ins Zimmer, was dem Organismus hilft, sich auf den neuen Rhythmus einzustellen. "

Vorbereitungen

Es empfiehlt sich, die Umstellung des Schlafzyklus zu unterstützen, indem Sie in den Tagen vor der Zeitumstellung etwas später ins Bett gehen und, falls möglich, auch den Wecker etwas zurückstellen. Dies kann vor allem Kindern helfen,da sie empfindlicher auf die Zeitumstellung reagieren.

Die Ernährung

Mit dem Beginn der Winterzeit wird es besonders wichtig, auf die Ernährung zu achten, denn die Wahl unserer Nahrungsmittel wirkt sich sowohl auf unsere Stimmung als auch auf die Schlafqualität aus. Essen Sie viel frisches Gemüse, vor allem Tomaten, Möhren und grüne Salate, die beruhigende Stoffe enthalten. Auch Walnüsse sind (in begrenzter Menge) sehr empfehlenswert, da sie das Schlafhormon Melatonin enthalten. Die komplexen Kohlenhydrate in Reis und Nudeln hingegen versorgen uns mit Tryptophan, dem Vorläufer des Serotonins, das schlaffördernd und stimmungsaufhellend wirkt und als „Glückshormon“ bezeichnet wird. Auch Frischkäse (wie Ricotta oder leichter Streichkäse) enthalten Tryptophan und zudem Casomorphine, opiatähnliche Stoffe, die schmerzlindernd wirken. Ein Glas warme Milch vor dem Schlafengehen wirkt gegen einen übersäuerten Magen, der den Schlaf stört. Ganz allgemein sollte man schwere Speisen vermeiden, etwa Lebensmittel, die reich an tierischen Fetten sind, Fertiggerichte, stark gewürzte Speisen, Essiggemüse sowie hochprozentigen Alkohol (der nur vorübergehend entspannt), Kaffee und Energydrinks.

Gesunde Gewohnheiten

Schließen Sie die Fensterläden nicht ganz, wenn Sie schlafen, dann fällt am Morgen Tageslicht ins Zimmer, was dem Organismus hilft, sich auf den neuen Rhythmus einzustellen. Dem Unbehagen, das die kürzeren Tagen womöglich hervorrufen, können Sie mit körperlicher Betätigung entgegenwirken: 20 bis 30 Minuten Bewegung am Tag regen die Ausschüttung von Endorphinen und die Serotonin-Produktion an und schenken Ihnen Entspannung und Wohlbefinden. Schlaflosigkeit begegnen Sie hingegen, indem Sie sich entspannenden Tätigkeiten widmen, etwa Musikhören oder Atemübungen. Auf jeden Fall sollten Sie Ihr Handy beiseitelegen, denn das Licht des Monitors hält das Gehirn wach und erschwert, in Morpheus Arme zu sinken.

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