Eine der spannenden Inseln des Galapagos-Archipels ist das ganz im Osten der Inselgruppe liegende San Cristobal, auf dem es wie überall auf den Galapagosinseln tiefe Einblicke in die Urgeschichte der Erde gibt. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten auf den zu Ecuador gehörenden Pazifikinseln sind endemisch, sie sind nur hier und nirgendwo sonst auf dem Planeten zu finden.

Das charmante Puerto Baquierizo Moreno, der Hauptort San Cristobals ist zugleich die Hauptstadt der Galapagosinseln. Von hier führen zahlreiche Ausflüge nicht nur zu den entlegenen Orten San Cristobals, sondern auch zu einigen kleineren Inseln im Galapagos-Archipel.

Zu den beliebtesten Inseln, die auf den Galapagosinseln besucht werden können, gehören auch Santa Cruz mit der lebendigen Hafenstadt Puerto Ayora sowie Floreana, das bereits in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von deutschen Aussiedlern als neue Heimat auserkoren wurde. I

Im folgenden Text lesen Sie mehr über San Cristobal und über die Galapagosinseln:       

Die Geographie auf San Cristobal

Gemeinsam mit Santa Cruz, Isabela, Floreana und dem Marinestützpunkt Baltra gehört San Cristobal zu den fünf bewohnten Inseln des aus mehr als 100 Eilanden bestehenden Galapagos-Archipels. 

Rund jeder Fünfte der etwa 25.000 Einwohner der zu Ecuador gehörenden Inselgruppe lebt auf San Cristobal und hier vorwiegend in der Inselhauptstadt Puerto Baquerizo Moreno, das zugleich die Provinzhauptstadt der Provinz Galapagos ist. 

San Cristobal ist die östlichste der Galapagposinseln, die wichtigste Straße der Insel verbindet die an der Westküste liegende Inselhauptstadt mit der Bucht von Puerto Chino an der Ostküste San Cristobals. 

Mit 730 Metern Höhe ist der Cerro San Joaquin der höchste Berg der Vulkaninsel, deren Name auf den Schutzheiligen der Seefahrer, den heiligen Christopherus zurückgeht. Der einstige englische Name San Cristobals – Chatham – ist heute nicht mehr geläufig.

Puerto Baquerizo Moreno

Nach Puerto Ayora auf Santa Cruz ist Puerto Baquerizo Moreno die zweitgrößte Siedlung auf den Galapagos-Inseln. Der Name der Stadt ist zurückzuführen auf den ehemaligen ecuadorianischen Staatspräsidenten Alfredo Baquerizo Moreno, unter dessen Präsidentschaft 1916 bis 1920 die ersten Siedler auf den Galapagosinseln sesshaft werden. 

Eine Statue im Hafen von Puerto Baquerizo Moreno erinnert an Charles Darwin, der die Galapagos-Inseln 1835 auf seinem Forschungsschiff 'Beagle' besuchte. Etwa 5.500 Einwohner leben heute in Puerto Baquerizo Moreno, das mit seinem nahegelegenen Inselflughafen auch als Ausgangspunkt für Ausflüge dient. 

Der Landweg nach Norden führt von Puerto Baquerizo Moreno vorbei an den beiden Stränden und Sunset-Spots Playa Mann und Playa Punta Carola zur Cerro Tijeretas. Auf dem Seeweg werden von der Hafenstadt aus entlang der Westküste San Cristobals der Stand von Playa Ochoa und die Isla Lobos erreicht. 

La Loberia

Der Strand La Loberia in unmittelbarer Nähe des Flughafens von San Cristobal ist von Puerto Baquerizo Moreno aus zu Fuß oder mit einem Taxi erreichbar. Benannt ist der Strand nach den Galapagos-Seelöwen, die sich hier oft in großen Kolonien tummeln. 

Die mehr als zwei Meter langen und bis zu 250 Kilogramm schweren Männchen unterscheiden sich deutlich von ihren weiblichen Artgenossinnen, die mit einer Körperlänge bis zu 1,70 Meter und einem Gewicht bis zu 100 Kilogramm wesentlich kleiner und leichter sind. Beliebt ist der Sandstrand von La Loberia mit seinen vorgelagerten vulkanischen Felsen, auf denen sich die Seelöwen vorwiegend aufhalten, zum Surfen und zum Schnorcheln. 

Insbesondere die Seelöwenweibchen begegnen Schwimmern und Schnorchlern zutraulich, während die Seelöwenmännchen im Bestreben, ihr Revier gegen Rivalen abzugrenzen eher misstrauisch sind.   

Puerto Chino und Cerro Brujo

Die Bucht von Puerto Chino an der Ostküste San Cristobals gehört zu den Orten, die Sie auf der Insel unbedingt gesehen haben sollten. Dunkles erstarrtes Lavagestein und Mangrovenwälder umschließen die Bucht mit ihrem hellen Sandstrand, an dem eine Vielzahl an Seevögeln, Seelöwen und Meeresschildkröten einen Rückzugsort finden. 

Beim Schwimmen und Schnorcheln in der Bucht von Puerto Chino sind oft auch Rochen zugegen, und dazu noch ein paar Surfer, die die recht sanften Wellen der Ostküstenbucht für ihre ersten Gleitversuche auf dem kühlen Nass zu nutzen wissen. Erreichbar ist die Bucht nach einem kurzen Spaziergang über einen Wanderpfad vom Ende der Inselstraße aus. 

An der Nordküste San Cristobals wiederum ist die Bucht von Cerro Brujo mit ihrem weißen Sandstrand und Ausblicken auf den Leon Dormido, den Fels des schlafenden Löwen, einen Ausflug wert. Der Cerro Brujo, der 'Hexenhügel' selbst, der der Bucht ihren Namen gibt, ist ein Vulkankegel, in dessen Nähe sich - wie überall in den Buchten San Cristobals - zahlreiche außergewöhnliche Land- und Meeresbewohner heimisch fühlen.  

Was es auf den Galapagos-Inseln zu sehen gibt

Mit mehr als 150 endemischen Pflanzen- und zahlreichen nur dort lebenden Tierarten sind die Galapagosinseln ein Paradies für Naturfreunde. 

Die schönsten Inseln haben es in sich – so wie der Strand von Garrapatero auf Santa Cruz, den sich Leguane und rosa Flamingos mit Einheimischen und Besuchern teilen. 

Doch es sind nicht nur die Naturwunder und die teils noch aktiven Vulkane, die die Galapagosinseln zu einem sehenswerten Reiseziel machen. Auf Floreana, das nach Juan José Flores, dem ersten Präsidenten Ecuadors benannt ist, gibt es mit dem Post Office Bay eine der außergewöhnlichsten Poststationen der Welt – und noch immer ein Postfass, das von den heutigen Besuchern der Insel noch wie in den Tagen der britischen Walfänger genutzt wird, um Briefe nach Europa zu versenden. 

Eine eher außergewöhnliche Sehenswürdigkeit ist auch die 25 Meter hohe 'Mauer der Tränen', die nach dem zweiten Weltkrieg von den Insassen einer auf Isabella gegründeten Strafgefangenenkolonie erbaut wurde. Und schließlich gibt es auf der größten Insel des Archipels auch noch die nördlichsten Vorkommen an Galapagos-Pinguinen zu bestaunen, die zudem die einzigen Pinguine nördlich des Äquators und somit auf der Nordhalbkugel der Erde sind.         

Die weiteren Inseln der Inselgruppe

Schildkröten, Landleguane und seltene Vogelarten – wer unberührte Natur sucht, wird auf den schönsten Inseln des Galapagos-Archipels garantiert fündig. 

Und das wird auch so bleiben, denn die Flora und Fauna des Archipels stehen als Weltkulturerbe der UNESCO bereits seit 1978 unter strengstem Naturschutz. Isabela ist mit mehr als 4.500 Quadratkilometern Fläche die größte der Galapagosinseln und mehr als vier Mal so groß wie die zweitgrößte Insel Santa Cruz, auf der die 12.000 Einwohner zählende größte Siedlung der Galapagosinseln, Puerto Ayora beheimatet ist. 

Auch der höchste Erhebung des Archipels, der 1707 Meter hohe, nach dem deutschen Geologen und Botaniker Theodor Wolf benannte Volcán Wolf, der zuletzt 2015 noch aktiv war, befindet sich auf Isabela. 

Wie der Volcán Wolf war auch der knapp 1500 Meter hohe Cumbre, der höchste Berg auf der unbewohnten Insel Fernandina, noch in jüngerer Zeit vulkanisch aktiv. 

Das größte Mysterium der Galapagosinseln findet sich indes mit der 'Galapagos-Affäre' auf der heute 100 Einwohner zählenden Insel Floreana: Die ersten Bewohner der Insel, ein deutsches Aussiedlerpaar, trifft hier im Jahr 1929 ein. Weitere folgen 1932. 

Doch für einen Teil der Inselbewohner endet das Aussiedlerleben auf der Robinsoninsel 1934 tragisch – sie versterben oder verschwinden spurlos. Lediglich die Nachkommen eines Kölner Ehepaars, das 1932 auf der Insel sesshaft wird, sind dort noch bis heute als Hotelbesitzer aktiv.      

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