Vatertag, Father’s Day, Isänpäivä: Überall auf der Welt ist dem Vater ein Tag gewidmet. Die Geschichte dieses Freudentags reicht weit zurück, aber das Datum, an dem er gefeiert wird, variiert von Land zu Land. Für die Kinder stellt er eine Gelegenheit dar, ihrem Vater ein Gedicht oder ein kleines Geschenk zu überreichen, während die Mütter für die Familie einen Kuchen backen. Ein Tag, der ganz der Familie gewidmet ist.

"In Frankreich ist es üblich eine Rose zu schenken: eine rote für die Väter, die bei der Familie sind, eine weiße zum Gedenken an die schon verstorbenen."

Der Zeitpunkt

In vielen katholischen Ländern wird der Vatertag am 19. März, dem Josefitag, begangen, der seit dem 15. Jahrhundert dem hl. Josef gewidmet ist. Jedoch nicht überall, denn in einigen Ländern feiert man den Vater in einem größeren Kontext: Zuweilen wird er mit dem Verteidiger des Vaterlandes (23. Februar) assoziiert, mit dem König (Thailand, 5. Dezember) oder sogar mit der Verfassung (Dänemark, 5. Juni). In den meisten Ländern fällt der Vatertag jedoch entweder auf den 19. März oder auf den dritten Sonntag im Juni oder auf Christi Himmelfahrt (Deutschland).

Die Entstehungsgeschichte

Die Vereinigten Staaten waren das erste Land, das den Vatertag als weltlichen Festtag eingeführt hat. Die Idee nicht nur die Mütter – denen schon ein Tag im Mai gewidmet war - sondern auch die Väter zu ehren, kam einer Frau namens Sonora Smart Dodd. Sie war die Tochter eines Kriegsveteranen, der seine fünf Kinder alleine großgezogen hatte, und schlug der Ortskirche vor, eine Predigt vorzubereiten, die speziell den Vätern gewidmet sein sollte. Ursprünglich war die Messe für den 5. Juni geplant, den Geburtstag von Sonoras Vater, da aber die Priester zu wenig Zeit hatten, verschob man sie um zwei Wochen. Im Jahr 1972 führte Präsident Richard Nixon den Father’s Day als offiziellen Feiertag ein.

Köstlichkeiten und Traditionen

In vielen Länder wird der Vatertag mit traditionellen Köstlichkeiten gefeiert. In Italien zum Beispiel werden süße Spezialitäten wie die emilianischen Raviole (aus Mürbeteig und Marmelade) oder die neapolitanischen Zeppole (cremegefüllte Krapfen) zubereitet. In Frankreich ist es hingegen üblich, eine Rose zu schenken: eine rote für Väter, die bei der Familie sind, eine weiße zum Gedenken an schon verstorbene Väter. Englische Väter bekommen Pralinen und innige Briefe, während in Deutschland die Väter auf geschmückten Wagen oder mit Handkarren (Bollerwagen) durch die Straßen und über das Land ziehen. In Südamerika entzündet man ein Feuer, über die man dann mit den Vätern um die Wette springt. In Thailand dagegen kleiden sich die Familienmitglieder in der Lieblingsfarbe des Vaters.