Von Japan bis Indien ist Curry das am meisten verwendete Gewürz in Asien. Darüber hinaus hat er in den letzten Jahrzehnten dank seines wunderbaren Aromas und der wohltuenden Wirkung die ganze Welt erobert. Allerdings zeichnet diese Mischung von Gewürzen, die eigentlich im Mörser zerstoßen werden, eine große Vielfalt an Variationen aus. Wir wollen sie näher kennenlernen.

"Das Schöne ist, dass man die Mischung ganz individuell gestalten kann, mit Varianten, je nach Land oder Gewürz, von dem man sich inspirieren lässt. "

Eine Gewürzmischung aus vielen Gewürzen

Meinen Sie, schon alles über Curry zu wissen? Er ist häufig Gegenstand von Missverständnissen, die es zu klären gilt. Oft wird er zum Beispiel aufgrund seiner intensiv gelben Farbe mit Kurkuma gleichgesetzt, das jedoch nur einer (allerdings ein wichtiger) von vielen Bestandteilen ist. Der korrekte Name wäre im Übrigen Masala (indisch für „Gewürzmischung“), es waren die Engländer, die im 18. Jahrhundert den Begriff Curry einführten, den sie von Kari, einem kräftigen südindischen Gewürz ableiteten. Heute hat sich dieses Wort weltweit durchgesetzt. Curry wirkt antioxidativ und entzündungshemmend, schützt Magen und Darm, reguliert den Stoffwechsel und kurbelt die Fettverbrennung an: Er verleiht Speisen also nicht nur exotische Würze, sondern ist auch gesund.

Jedem sein Curry

Es gibt keine „offizielle“ Mischung, aber in einem gutem Curry findet man normalerweise Kurkuma, Sternanis, Zimt, Kardamom, Nelken, Koriander, Kumin, Muskatnuss, Pfeffer, Chili und Ingwer. Das Schöne ist, dass man die Mischung ganz individuell gestalten kann, mit Varianten, je nach Land oder Gewürz, von dem man sich inspirieren lässt. Der gelbe Curry (mit Kurkuma) ist der in Europa am weitesten verbreitete, während man in Thailand den grünen bevorzugt (mit getrocknetem Basilikum, Krabbenpaste und Galgant, eine dem Ingwer ähnliche Wurzel) und in Indonesien Zitronengras, Galgant, Lorbeer, Mangostan und Kokosmilch zugefügt werden.

Genießen Sie die authentische Küche

In Indien, dem Mekka des Currys, ist das scharfe Garam Masala – was „heißes Gewürz“ bedeutet – am berühmtesten: Es wird aus Chili, Senfsamen, schwarzem und weißem Pfeffer, Zimt, Kardamom, Nelken, Koriander, Kumin und Kurkuma hergestellt und mit Gemüse, Hülsenfrüchten oder auch frischen Früchten gegessen (probieren Sie Garam Masala zu Mangos, Sie werden überrascht sein). Berühmt ist auch das Tandoori Masala, mit dem man Fleisch würzt (das im Tandoori-Ofen gegart wird) und ihm das unverwechselbare Aroma verleiht, das einem in den indischen Restaurants der ganzen Welt in die Nase steigt: Tandoori Masala enthält zusätzlich Knoblauch, getrocknete Zwiebeln, Bockshornkleesamen und Ingwer.

Besonders Mutige können auch das sehr scharfe Madras-Curry probieren, das viel Paprika und Chili enthält (es gibt jedoch auch mildere Varianten mit Tamarinde und Anis): Es schmeckt ausgezeichnet zu Reis. Wenn Sie etwas Curry als Souvenir von Ihrer Reise mitbringen, können Sie zu Hause einige der Spezialitäten nachkochen, zum Beispiel ein indonesisches Nasi Goreng – gebratener Reis mit Huhn, Garnelen und Curry – oder Dal, ein indisches Linsengericht mit Curry.

Wählen Sie Ihre bevorzugte Curry-Mischung und lassen Sie sich von den Aromen Asiens auf eine kulinarische Reise entführen, die Ihnen die schönsten Momente des letzten Urlaubs zurückbringt oder von neuen Reisezielen träumen lässt …

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