Die indische Küche wird gerne, zusammen mit der italienischen und der französischen, zu den besten der Welt gezählt. Ihr Geheimnis ist die Vielfalt der Zutaten, Gewürze und Traditionen, die von den vielen Kulturen beigesteuert wurden, die auf dem Subkontinent zusammenleben. Rezepte und Zubereitungsarten haben sich in 5.000 Jahren Geschichte entwickelt und perfektioniert. Mumbai, Metropole und indischer Melting Pot, ist der ideale Ort, um dieses Kaleidoskop an Aromen zu erkunden.

"Ein einzigartige gastronomische Erfahrung ist es, die Wüstenküche der nahegelegenen Bundestaaten Rajasthan und Gujarat zu kosten."

Das Frühstück

Im Mittelpunkt des typischen Frühstücks stehen salzige Speisen, vor allem Gerichte mit Linsen. Begleitet vom Chai (Tee mit Milch und Gewürzen), der zu allen Mahlzeiten serviert wird, isst man Idli (gedünstete Küchlein aus Reis- und Linsenmehl), Vada (frittierte Linsen-Bällchen) und Dosa (Crêpes aus Reis und Linsen mit Gewürzen). Dazu gibt es vielleicht Sambar (eine Suppe aus Linsen, Erbsen, Möhren, Tomaten, Tamarinde, Kurkuma und Chili) oder ein süßsaures Chutney aus frischer Kokosnuss, Chili und schwarzen Senfsamen. Aber natürlich bekommen Sie auch ein englisches Frühstück, ein Erbe der Kolonialzeit.

Mittag- und Abendessen

In Mumbai finden Sie die kulinarischen Traditionen des Punjab, Kaschmirs, Bengalens, Persiens und des alten Mogulreiches – um nur einige zu nennen – Sie brauchen nur zu wählen. Ein typisches Gericht der hinduistischen Tradition wurde von persischen Händlern nach Indien gebracht, und zwar Biryani: Basmatireis, der mit Joghurt und Gewürzen (Ingwer, Paprika, Kurkuma und Chili) zubereitet und mit Gemüse, Fleisch oder Fisch gegessen wird. Dazu gibt es Chapati, ein leichtes, ungesäuertes Fladenbrot. Köstlich sind auch Batada vada, Bällchen aus Kartoffelteig mit Knoblauch, Ingwer, grünen Chilischoten, Limettensaft, Kurkuma und frischem Koriander, die in einem Teig aus Besan (Kichererbsenmehl) frittiert werden. Zusammen mit zwei Scheiben Pav (einem weichen Brötchen) werden sie zum „indischen Hamburger“. Ein einzigartige gastronomische Erfahrung ist es, die Wüstenküche der nahegelegenen Bundestaaten Rajasthan und Gujarat zu kosten, zum Beispiel Achars, eingelegtes Gemüse, zusammen mit Dal baati churma (Brot mit Ghee und scharfem Linsenpüree). In Mumbai wird viel Fisch gegessen, der aus dem Arabischen Meer kommt. Ein typisches Gericht sind Garnelen nach Art von Bombay (mit Kokosmilch, Tamarinde, Knoblauch, Ingwer und anderen Gewürzen) und Pomfret (eine Schollenart, die in Knoblauchcreme, Koriander, Kokosnuss, Joghurt, Chili und Öl mariniert wird).

Streetfood

Indien ist das Land des Streetfood par excellence. Sie bekommen fast alles bei Kiosken oder fahrenden Händlern, allerdings ist es wichtig, dass die angebotenen Speisen frisch sind und auf Sauberkeit geachtet wird. Außer Naan (ein mit Fleisch oder Gemüse gefülltes typisches Brot), das es in ganz Indien gibt, ist der typische Snack in Mumbai Bhel puri, eine interessante Mischung aus süßen, salzigen und scharfen Aromen: Puffreis, frittierte Nudeln, Gemüse, Masala und Chutney. Am besten genießen Sie Ihre Portion am Strand!

Fotos: Olycom