Erdbeeren und Champagner sind die idealen Begleiter des Liebeswerbens, sei es, weil die Früchte im Frühling reifen (in dem auch die Sinne erwachen), oder wegen ihrer intensiven roten Farbe und dem süßen, saftigen Fruchtfleisch.

"Aus dem Blut des Adonis wuchsen Anemonen, aus den Tränen der Aphrodite Rosen, und als sich Blut und Tränen vereinten, wuchsen Walderdbeeren."

Die Chemie der Liebe

Liebe ist eine Herzensangelegenheit, heißt es. Tatsächlich laufen ganz bestimmte chemische Reaktionen ab, die das Niveau von Dopamin und Serotonin im Gehirn verändern und sich auf Testosteron und Östrogen auswirken. Die Wissenschaft sagt nichts darüber aus, ob und wie Erdbeeren ihren Beitrag dazu leisten können, es bleibt die ganz persönliche Magie der Sinne, die zum Glück nicht wissenschaftlich erfasst werden kann. In der Kunst des Liebeswerbens jedenfalls kommt den Erdbeeren ein Ehrenplatz zu: Nicht zufällig reichte die lebensfrohe Paolina Bonaparte, die Schwester von Napoleon Bonaparte, sie gerne zum Champagner, wenn sie einen Mann verführen wollte.

Nährstoffe

Erdbeeren sind reich an Vitamin C und wirken stark antioxidativ sowie entzündungshemmend. Sie enthalten außerdem Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium und natürlich Fruchtzucker. Dazu kommen Flavonoide, die mit ihren antioxidativen Eigenschaften helfen, das Herz-Kreislauf-System gesund zu halten.

Die Walderdbeeren in der griechischen Mythologie

Die griechischen Göttinnen Aphrodite und Persephone verliebten sich unsterblich in den wunderschönen Adonis, wodurch der Jüngling die Wut ihrer eifersüchtigen Geliebten auf sich zog. So verwandelte sich Ares, Aphrodites Liebhaber, während einer Jagdpartie in einen Eber und verletzte Adonis tödlich. Aus dem Blut des Adonis wuchsen Anemonen, aus den Tränen der Aphrodite Rosen, und als sich Blut und Tränen vereinten, wuchsen Walderdbeeren.

Die Legende der Cherokee

Im Schöpfungsmythos der Cherokee-Indianer heißt es, dass der erste Mann und die erste Frau, denen der Schöpfer Leben geschenkt hatte, furchtbar stritten, bis die Frau davonlief. Als sie durch den Wald ging, fand sie Erdbeeren, die so saftig waren, dass sie ihre Wut vergaß und sich entschloss, nach Hause zurückzukehren, um die süßen Früchte mit dem geliebten Mann zu teilen.

Ein köstliches Rezept

Dieses wunderbare Rezept heißt Madame Bovary und ist von Gustave Flauberts Romanheldin inspiriert, die sich so nach Romantik sehnte. Nehmen Sie eine Tasse Erdbeeren, Himbeeren, Johannesbeeren und entkernte Sauerkirschen und kochen Sie sie 8-10 Minuten lang mit 2 Esslöffeln Zucker. Danach lassen Sie die Mischung abkühlen. Nun schlagen Sie 3 Esslöffel Mascarpone mit einer Gabel auf und fügen den Fruchtsaft, die geriebene Schale einer Zitrone, zwei zerkleinerte Löffelbiskuits und 2 Esslöffel Kirschwasser zu. Füllen Sie die Crememasse in zwei Schälchen und geben Sie die gekochten Früchte dazu.

Fotos: Mondadori Portfolio/Age Fotostock