In der Rangliste The World’s 50 Best Restaurants kam es 2015 „nur“ auf den dritten Platz, aber von 2010 bis 2015 belegte es vier Jahre hintereinander den ersten Platz: Die Rede ist vom Noma in Kopenhagen (Standgade 93). Geleitet wird es von René Redzepi, der die dänische Küchen-Revolution ins Rollen brachte. Der 1977 geborene Sternekoch hat das Image eines Landes und seiner Küche verändert, durch die Erneuerung der traditionellen nordischen Küche, die auf ihre Essenz zurückgeführt und von all dem Überflüssigen befreit wurde, das sie beim Publikum unbeliebt machte. Heute sind Kopenhagen und Dänemark zum internationalen gastronomischen Mekka aufgestiegen. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen.

"In Kopenhagen gibt es eine Vielzahl an Restaurants, Bistros und Kneipen, die ausgezeichnete Qualität für jeden Geldbeutel bieten. Redzepi selbst empfiehlt die besten Lokale der Stadt für eine unvergessliche gastronomische Erfahrung."

Freudige Kreativität

Redzepi, der balkanische Wurzeln und skandinavische Strenge in sich vereint, wird wie ein Rockstar verehrt. Er ist eine Ikone an Kreativität und Lebensfreude und bringt die Erde in seine Küche ein, im wahrsten Sinne des Wortes: Bei ihm wird Asche zum Gewürz, sowohl mit Joghurt wie zum Krebs, und einige seiner Kreationen sehen Moose und Flechten vor. Redzepi hat das Fleisch des grönländischen Moschusbüffels wiederentdeckt und gibt Ameisen zur Knoblauchsauce. Am liebsten mag er allerdings Gemüse, das er zu freudvollen Gerichten vereint, die in der ganzen Welt bewundert werden. Mit ihm hat die nordische Küche(„New Nordic Cuisine“) zu neuem Leben gefunden. Dänemark ist heute ein begehrtes Ziel für Gourmets, auch dank einiger von seinen Schülern eröffneter Restaurants.

Drei ausgezeichnete Adressen

Aber es gibt nicht nur Redzepis Noma, das 2017 übrigens umziehen wird. Zudem ist es ein höchst schwieriges Unterfangen, einen Tisch zu reservieren (20.000 Menschen versuchen jeden Monat einen der 45 Plätze zu ergattern). In Kopenhagen gibt es eine Vielzahl an Restaurants, Bistros und Kneipen, die ausgezeichnete Qualität für jeden Geldbeutel bieten. Redzepi selbst empfiehlt die besten Lokale der Stadt für eine unvergessliche gastronomische Erfahrung. Darunter drei, die von seinen ehemaligen Schülern geführt werden.

Kodybens Fiskebar Dieses Lokal im Schlachthofviertel (Flaesketorvet 100) zeichnet eine angenehm entspannte Atmosphäre aus. Traditionelle skandinavische Küche mit dem Schwerpunkt Meeresfrüchte, die als die besten des Landes gelten.

Mikkeller In insgesamt acht „Mikkeller-Bars“ werden handwerklich gebraute Craftbeer-Sorten ausgeschenkt, die zu den besten Dänemarks gehören.

Schonnemann Das beste Lokal für Smørrebrod, das berühmte belegte Brot, gibt es seit 1877 am Hauser Plads 16. Außer den traditionellen Variationen mit Hering oder Lachs bietet die Karte eine reiche Auswahl, die sich stets durch höchste Qualität auszeichnet.

Fotos: Mondadori Portfolio/Age Fotostock