Seit der Jahrtausendwende jagt in Dubai ein spektakuläres Großbauprojekt das nächste. Noch in den 1990er-Jahren ist Dubai eine Wüstenstadt, deren Bewohner vorwiegend vom Fischfang leben. Mit dem Burj Al Arab erhält das Emirat 1999 sein erstes architektonisches Highlight. Weitere spektakuläre Bauobjekte folgen: Palm Jumeirah, für dessen vier Kilometer langen Stamm und die 16 Palmwedel 200 Millionen Kubikmeter Sand aufgeschüttet werden, ist selbst aus dem Weltall bestens erkennbar. Mit der Fertigstellung des 828 Meter hohen Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude weltweit, geht es 2009 in die Höhe. 

189 Stockwerke zählt der Rekordturm, Besucher können per Aufzug eine Aussichtsplattform auf der 148. Etage des Burj Khalifa 555 Meter hoch über Dubai erreichen. Spektakulär ist auch der Blick in die Zukunftspläne des Emirats, wo mit dem Ain Dubai das mit 250 Metern höchste Riesenrad der Welt zu finden ist. 1900 Personen finden nach Fertigstellung in den 48 Gondeln des Riesenrads Platz, eine Fahrt dauert 48 Minuten. Eine Vision ist bislang noch der 420 Meter hohe Dynamic Tower, dessen Etagen sich um sich selbst drehen sollen. Ob es jemals zu dieser architektonischen Meisterleistung kommen wird, bleibt abzuwarten, doch mit dem Burj Al Arab, hat Dubai schon früh gezeigt, dass es außergewöhnliche Architekturprojekte stemmen kann. Im Text beleuchten wir die folgenden Themen:

Die Geschichte des Gebäudes

Die Geschichte des Burj Al Arab ist eng verbunden mit dem Ölboom in Dubai und dem darauf folgenden Aufstieg der Herrscherfamilie Al Maktum. 1972 beschließt Staatsoberhaupt Raschid Bin Saeed Al Maktum, Dubai nach einem Masterplan zu entwickeln und zu erweitern. Seither stehen die Entwicklung der Infrastruktur und ab den 1990er Jahren die Entwicklung des Tourismus im Mittelpunkt der Aktivitäten der Herrscherfamilie Dubais. 

Der Burj Al Arab, das auf Wunsch des Bauherren Muhammad bin Raschid Al Maktum ab 1994 als 'schönstes, luxuriösestes und großartigstes Hotel weltweit' gebaut wird, dient bei seiner Eröffnung am 1. Dezember 1999 als erster Schritt, das als Wüstenstadt bekannte Dubai ins Licht der Weltöffentlichkeit zu rücken. Der Plan geht auf. Schnell wird der Burj al Arab, dessen Baukosten sich auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar belaufen, zu einer Hotelikone, in der viele das erste 'Sieben-Sterne-Hotel' der Welt sehen. Noch heute gehört das Hotel unter dem Dach der Dubai Holding, die das Vermögen von Muhammad bin Rashid Al Maktum verwaltet, zu dessen 1997 gegründeter Hotelgruppe Jumeirah.  

Die Konstruktion

Ursprünglich war der Bau des Burj Al Arab auf dem Festland Dubais geplant. Letztlich wird das Hotel jedoch auf einer künstlichen Insel vor der Küste des Emirats erbaut, die binnen zwei Jahren angelegt wird. Die Insel ist gegen Meereswellen bis zu neun Metern Höhe geschützt, die Stützpfeiler des Burj Al Arab sind bis zu 45 Meter tief im Meeresgrund verankert. Um windbedingte Schwankungen des Hotels zu vermeiden und auszutarieren, werden Ausgleichsmassen in der Konstruktion des Hotels berücksichtigt. Form und Design des Burj Al Arab erinnern an das Segel einer Dau, eines traditionellen arabischen Segelschiffs. Das Segel steht symbolisch für die Wandlung Dubais von einem Seehandelszentrum zur heutigen Weltmetropole. Mit seinen 28 Doppelstocketagen gehört das Hotel zu den höchsten Hotelbauten weltweit, auch wenn in Dubai seit der Eröffnung des Burj Al Arab bereits einige neue Hotels eröffneten, die das Luxushotel heute überragen.

Das Innere

Der Grund, warum viele Reisende im Burj Al Arab das erste Sieben-Sterne-Hotel weltweit sehen, obwohl die offizielle Hotelsterne-Skala eigentlich bei fünf Sternen endet, liegt in der Ausstattung des Luxushotels. Die 202 Suiten des Burj Al Arab sind Doppelstocksuiten mit einer Größe von 170 bis 780 Quadratmetern, wobei die größte Suite nicht nur über einen Privataufzug verfügt, sondern auch über ein Privatkino, eine Bibliothek und eine Küche für den privaten Butler. Im gesamten Hotel sind 13.000 Kubikmeter Marmor, 12.000 Kubikmeter Granit, 32.000 Kubikmeter italienische Mosaike und 8.000 Quadratmeter Blattgoldflächen verbaut.

Sieben Hotelmitarbeiter kümmern sich rechnerisch um jede der 202 Suiten und die Wünsche der Gäste, die unter anderem aus mehr als einem Dutzend verschiedener Kissen ihre nächtliche Kopfablage wählen können und im Badezimmer jeder Suite einen Whirlpool finden. Der Pool- und Spa-Bereich im 18. Stock des Burj Al Arab ist nach Geschlechtern getrennt und existiert aus diesem Grund gleich zweimal – einmal für Frauen und einmal für Männer.

Das Äußere

70.000 Kubikmeter Beton und 9.000 Tonnen Stahl werden beim Bau des 321 Meter hohen Burj Al Arab verbaut, die Fassade des Luxushotels besteht aus 43.000 Quadratmetern Glasfläche sowie aus einer Glasfasermembran, die am Abend als Lichtprojektionsfläche genutzt wird. Bereits die Anreise zum Burj Al Arab ist für viele Hotelgäste ein luxuriöser Start in ihren Aufenthalt. 

Sie erfolgt  per Helikopter über den auf 210 Metern Höhe am Hotel gelegenen Heliport oder über eine Flotte an Luxuslimousinen samt Fahrern, die den Hotelgästen auf Wunsch auch für eine Shopping-Tour durch Dubai zur Verfügung stehen. Mobil erreicht wird mit hoteleigenen Golfwagen auch der Privatstrand des Hotels. Der Außenpool des Burj Al Arab wird im Sommer, wenn die Tagestemperaturen in Dubai oft über 40 Grad liegen, gekühlt. Im Winter wird der Pool bei Lufttemperaturen von etwas über 20 Grad beheizt.

Kulinarik

Durch seine Lage auf einer künstlichen Insel vor der Küste Dubais ist der Burj Al Arab nur über eine befahrbare Brücke erreichbar. Zugang und Zufahrt zum Hotel sind jedoch nur Hotelgästen und Besuchern der zehn reservierungspflichtigen Hotelrestaurants gestattet, zu denen einige der spektakulärsten Lokalitäten Dubais gehören. Insbesondere das 'Al Mahara', das mit seinem raumhohen Aquarium den Schein eines Unterwasserrestaurants vermittelt, macht mit seiner Spitzenküche dem Ruf des Burj Al Arab als Luxushotel alle Ehre. Im 27.

Stock des Hotels befindet sich mit dem 'Al Muntaha' ein weiteres Spitzenrestaurant, das sich der gehobenen französischen Küche verschrieben hat. Ebenfalls im 27. Stock des Burj Al Arab sind mit der 'Skyview Bar' und dem ganz in Gold gehaltenen 'Gold on 27' zwei der spektakulärsten Bars in Dubai verortet. Zu faszinierenden Ausblicken auf die Stadt, Palm Jumeirah und den Persischen Golf gibt es in den beiden Bars exklusive Cocktails, die zu den teuersten der Welt gehören.

Sehenswürdigkeiten in Abu Dhabi

Neben Dubai und dem Burj al Arab gibt es einige spektakuläre Sehenswürdigkeiten auch in Abu Dhabi, Dubais Nachbaremirat.

Insbesondere die Insel Yas mit der dort angesiedelten Ferrari World ist gleichermaßen die Abenteuerinsel Abu Dhabis wie die Adrenalin-Oase der Stadt. Der stylische Yas Beach und der Wasserpark Waterworld mit mehr als 40 Wasserrutschen versprechen Riesenspaß am und im kühlen Element – angesichts des trockenheißen Klimas am Arabischen Golf eine willkommene Abwechslung. Und auch die Schattenschluchten der Hochhäuser Abu Dhabis sorgen für kühle Momente: Die Etihad Towers und der spektakulär geneigte Capital Gate Tower sind architektonische Highlights, während Kulturbegeisterte die von mehr als 80 Kuppeln gekrönte Scheich-Zahid-Moschee bestaunen. 

Spannende Einblicke verspricht der Besuch der größten Falkenklinik der Welt, die von einer deutschen Tierärztin in Abu Dhabi aufgebaut wurde und jährlich mehr als 10.000 der im Emirat beliebten Greifvögel behandelt. Und wer den Ausflug in die Golfmetropole für eine ausgedehnte Shoppingtour nutzen möchte findet beste Gelegenheiten dazu in den mehr als 130 Shops des Einkaufszentrums 'The Galleria' auf der Insel Al Marayah.

Entdecken Sie den Arabischen Golf mit Costa Kreuzfahrten

Mit Costa Kreuzfahrten entdecken Sie die Emirate am Arabischen Golf ab mehreren möglichen Abfahrtshäfen im Mittelmeerraum. Im Winter 2021 startet die Costa Pacifica ab Civitavecchia/Rom zu ihrer 25-tägigen Reise in Richtung Dubai und Abu Dhabi. In Barcelona und Savona gibt es Zustiegsmöglichkeiten. In Dubai starten und enden im Winter 2021/22 achttägige Rundreisen mit den Zwischenstopps Abu Dhabi, Doha und Mascat. Genua ist im Winter 2022 der Ausgangshafen für die große Reise der Costa Pacifica in den Arabischen Golf, auch in Marseille, Barcelona und Civitavecchia/Rom können Sie diese Reise beginnen. Wie im Vorjahr starten auch im Winter 2022/23 wieder Rundfahrten ab Dubai im Arabischen Golf, bevor sich die Costa Pacifica dann Im März 2023 ab Dubai auf ihren Rückweg nach Europa macht. Mögliche Ausschiffungshäfen im Mittelmeerraum sind Civitavecchia/Rom, Savona und Marseille.