Das Itria-Tal in Apulien ist eines der vielen italienischen Wunder, das noch nicht für einen nachhaltigen Tourismus erschlossen wurde. Das Potenzial ist jedoch enorm, insbesondere in Barsento, einem im Jahr 1986 kreierten Schutzgebiet.

"Die Jugendlichen erhalten ein erstes Know-how in verschiedenen Bereichen wie dem Umweltschutz."

Zu den Umweltfragen kommen vor Ort noch starke soziale Spannungen sowie eine hohe Jugendarbeitslosigkeit – ein großes Problem in Süditalien. Aus dem Wunsch, das Gebiet durch die Förderung neuer Berufe erneut aufblühen zu lassen, entstand im Jahr 2017 das NEET in Trekking, ein von der Costa Crociere Foundation zusammen mit der Organisation Associazione Warrols initiiertes Projekt.

An dieser Initiative nehmen 25 benachteiligte und arbeitslose Jugendliche teil. Dank eines multidisziplinären Expertenteams sowie der Unterstützung des Costa Landausflugbüros erhalten die Jugendlichen ein erstes Know-how in verschiedenen Bereichen wie dem Umweltschutz oder der Gestaltung von Trekkingpfaden. Anschließend setzen die Jugendlichen das Gelernte direkt vor Ort um. Zunächst durch Ortsbesichtigungen, bei denen die zu erneuernden Waldgebiete und Wanderpfade ermittelt und die Voraussetzungen für deren Sanierung begutachtet werden. Nach dieser Analyse müssen die Jugendlichen – insbesondere auch, um Teambildung zu erlernen – mindestens 15 Wanderpfade definieren, diese für die Besucher attraktiv machen, sie mit roten und weißen Markierungen versehen und mittels GPS auf Papier-Landkarten eintragen.

Fünf der Projektteilnehmer haben die Möglichkeit, ein eigenes kleines Touristikunternehmen zu gründen, das nachhaltige geführte Exkursionen anbietet und die sanierten und zugänglich gemachten Wanderpfade promotet. All dies erfolgt über eine Internetseite, die Kartografie, Streckenbeschreibung, Informationen bezüglich der Zugangsmöglichkeiten sowie die GPS-Navigation beinhaltet. Zum Abschluss des Projekts im Jahr 2019 werden Trekking-Events organisiert, die von den Teilnehmern selbst geleitet werden. Hierbei sollen die Wanderpfade, die für Einheimische wie auch Touristen präpariert wurden, unter besonderer Berücksichtigung von Personen über 65 Jahren sowie von Kindern und Menschen mit Behinderungen getestet werden.